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Solidarität mit Geflüchteten, Treptow-Köpenick sagt Willkommen!

 Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz vom 26.10.2015

 

Die NPD hat für Montag, den 02. November 2015, einen Aufmarsch in Johannisthal angekündigt, der sich gegen Geflüchtete und die neue Erstaufnahmeunterkunft am Groß-Berliner Damm richtet. Sie mobilisiert dazu im großen Stil in ihren Berliner und Brandenburger Landesverbänden und mit Flyern in vielen Haushalten. Das wollen und können wir nicht kommentarlos hinnehmen.

Wir verurteilen die Stimmungsmache der rechtsextremen Hetzer auf das Schärfste. Wer mit den Ängsten der Menschen spielt und Vorurteile schürt, spielt mit dem Feuer und betreibt wissentlich Eskalation.

Wir rufen dazu auf, gemeinsam dem unerträglichen Rassismus entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für ein vielfältiges Miteinander im Bezirk und in der ganzen Stadt. Stellen wir uns schützend und solidarisch an die Seite der Geflüchteten.

Treffpunkt aller Demokratinnen und Demokraten ist am 02. November 2015 um 18 Uhr die Kreuzung Groß-Berliner Damm/Sterndamm in Johannisthal. Menschenverachtung, dumpfe rassistische Parolen und Fremdenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz. Treptow-Köpenick ist und bleibt ein Ort der Solidarität.

Achten Sie auf aktuelle Informationen, die Verhandlungen mit der Polizei sind noch nicht abgeschlossen.

 

Oliver Igel                                                                                                                                                                                                                                                           

Bezirksbürgermeister, Schirmherr des Bündnisses

 

Hans Erxleben & Nico Schmolke  

Sprecher des Bündnisses

 

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Willkommen auf Deutsch?

Filmvorführung “Willkommen auf Deutsch” und Podiumsdiskussion

 

Am 4. November 2015 – 17:30 Uhr – führt das Zentrum für Demokratie zusammen mit der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick, gefördert aus den Mitteln des Bundesprogrammes „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des BMFSFJ eine Film- und Diskussionsveranstaltung im Kino Union in Friedrichshagen durch.

Der DokumentWillkommen auf Deutscharfilm WILLKOMMEN AUF DEUTSCH zeigt die Probleme, die durch die stetig wachsenden Flüchtlingszahlen entstehen und setzt bei den Menschen, ihren Sorgen und Vorurteilen in der  bürgerlichen Mitte Westdeutschlands an: Im Landkreis Harburg, der sich zwischen der Lüneburger Heide und Hamburg erstreckt und wo geflüchtete Menschen untergebracht werden sollen. Über einen Zeitraum von fast einem Jahr begleitet der Film Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der überlasteten Landkreisverwaltung – stellvertretend für die 295 Landkreise bundesweit. WILLKOMMEN AUF DEUTSCH ist kontrovers, sehr emotional und auch amüsant und zeigt, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist.

Nach dem Film (ab 19 Uhr) gibt es die Möglichkeit, über Willkommenskultur in Treptow- Köpenick zu sprechen. Auf dem Podium werden 

- Matthias Schmidt (MdB),

- Klaus Bürkmann-Gehrlein (Unterstützerkreis Rahnsdorf / Rahnsdorf hilft) und

- Simran Sodhi (Integrationslotsin Treptow-Köpenick)

die aktuelle Situation betrachten und aus ihrer eigenen Praxis berichten. Die Filmvorführung und die anschließende Diskussionsrunde sind kostenfrei.

 

4. November 2015 // 17:30 Uhr // Kino Union // Bölschestraße 69 // 12587 Berlin

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an zentrum@offensiv91.de

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

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Allende II: 12 Fragen – 12 Antworten

 

Ab Mitte Dezember soll eine neue Sammelunterkunft für Geflüchtete im Köpenicker Ortsteil Allende II öffnen. In einer Anwohner*innenversammlung am 11.11.2014 stellten Bürger*innen Fragen an den Abgordneten Tom Schreiber (zur Person: http://www.tom-schreiber.eu/). Die Antworten des Sozialdemokraten werden hier dokumentiert:

 

1. Stehen ausreichend Kitaplätze für die Flüchtlingskinder im Viertel Allende II zur Verfügung? Wenn ja, wo? (Aufstellung nach Kitas erbeten)

2. Gibt es ausreichend Personal für die Kitabetreuung bzw. den entstehenden Mehraufwand?

Antwort: Da derzeit noch nicht feststeht, wie viele Kinder in dem Bezirk unterkommen werden,  können diese Fragen nicht beantwortet werden.

Selbstverständlich müssen auch die jetzt in schneller Folge entstehenden Unterkünfte in die Bedarfsanalysen – insb. für den Kita- Bedarfsatlas – gemeldet und aufgenommen werden. (Stand: 01.12.2014).

 

3. Wie viele zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer werden für die Willkommensklassen im Bezirk eingestellt?

Antwort: In der gestrigen Bürgerversammlung wurde darauf hingewiesen, dass es vier Lerngruppen an der Müggelschlößchen-Grundschule geben wird. Die Flatow-Oberschule wird zwei „Willkommensklassen“ einrichten und möglicherweise wird ein Oberstufenzentrum hinzugezogen. Zusätzliches Personal ist beantragt.

Flüchtlingskinder unterliegen grundsätzlich der Schulpflicht und sollen so schnell wie möglich in einer regulären Schule unterrichtet werden. Grundsätzlich ist der Besuch der örtlichen Schulen vorgesehen. Sollte dies nicht möglich sein, wäre auch eine Beschulung in den Einrichtungen möglich. Derzeit werden in jedem Bezirk die Kapazität der Schulen geprüft, um bei Eintreffen der ersten Flüchtlingen entsprechend reagieren zu können. (Stand: 02.12.2014)

 

4. Welche Regelungen wird es bzgl. des Essensgeldes an den Schulen mit den Willkommensklassen geben?

Antwort: Das Mittagessen ist ein wichtiger Faktor für die Integration in das Schulleben. Vor diesem Hintergrund ist die Sicherstellung der Teilnahme vordergründig. Aktuell erfolgt die Bewilligung des berlinpass – BuT durch die Bewilligungsstellen sehr zeitnah. Als BuT-Leistungsempfänger und Inhaber des berlinpass-BuT reduziert sich der Eigenanteil der Eltern auf 1,00 € pro Mahlzeit/Tag, insgesamt ca. 18,00 bis 20,00 € pro Monat.

Für Grundschüler ist im Grundsatz eine weitere Entlastung bzw. Befreiung der Familien durch die Härtefallregelung Mittagessen denkbar. Die Härtefallregelung Mittagessen ist aber gesetzlich auf die Grundschule begrenzt. Dabei ist der Grundsatz der Einzelfallentscheidung unumstößlich. Demnach muss die Härtefallregelung von jeder Familie beantragt werden. Mit Hilfe der Härtefallregelung könnte der Eigenanteil der Eltern auf 0,00 € reduziert werden. Die verantwortlichen bezirklichen Schul- und Jugendämter aber auch die Schulen sind über die Beantragung und den Verwaltungsgang informiert.

Die task-Force der SenBJW hat die Empfehlung ausgesprochen, dass der Eigenanteil bei der But-Leistung Mittagessen von 1,00 € pro Mahlzeit wegfällt. Diese Regelung ist nicht nur auf den Personenkreis der zugewanderten Kinder aller Altersgruppen zu beschränken, sondern sollte für alle BuT-Leistungsempfänger gelten. Als Ergebnis ist das Mittagessen für alle Kinder mit einem berlinpass-BuT kostenlos. (Stand: 01.12.2014)

 

5. Wird die BVG veränderte Taktzeiten für die Busse anbieten? Welche Pläne liegen hierzu vor?

Antwort: Diesbezüglich liegt bis heute keine Antwort vor. (Stand: 02.12.2014)

 

6. Wie viel SchulpsychologInnen werden für die traumatisierten Flüchtlingskinder eingesetzt werden?

Antwort: Diesbezüglich liegt bis heute keine Antwort vor. (Stand: 02.12.2014)

 

7. Wie viele SozialarbeiterInnen werden vor Ort eingesetzt werden?

Antwort: Der zukünftige Heimbetreiber (Internationale Bund) teilte auf der Bürgerversammlung mit, dass an dem Standort fünf Sozialarbeiterstellen, 1,75 Erzieherstellen und 2 Stellen für die Heimleitung und Stellvertretung geschaffen werden. (Stand: 02.12.2014)

 

8. Werden Bäume auf dem vorgesehenen Gelände der Flüchtlingsunterbringung gefällt? Wenn ja, wie viele?

Antwort: Pressemitteilung vom 14.11.2014Bezirksamt Treptow-Köpenick:

Auf dem Gelände der geplanten Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asyl suchende Menschen in der Alfred-Randt-Straße 19 haben am heutigen Tage die Fällarbeiten der Bäume begonnen. Für die gefällten Bäume (Wald-Kiefern, Stieleichen und Sandbirken) müssen laut der erteilten Genehmigung Ersatzpflanzungen vorgenommen werden“.

Für 52 Bäume lag eine Fällgenehmigung vor, welche auch erteilt wurde. Als Ersatz wurde die Anpflanzung von 51 Kiefern und 14 Laubbäumen festgesetzt. Die Standorte werden bis Ende dieser Woche festgelegt. (Stand: 02.12.2014)

 

9. Warum kommt es zur “Containerlösung” im Allende II?

Antwort:Priorität hat nach wie vor die Bereitstellung geeigneter Bestandsimmobilien aus dem Liegenschaftsfonds oder aus dem Fachvermögen der Bezirke für die Unterbringung der Flüchtlinge. Wir verfolgen weiter verstärkt das Ziel, den Anteil der Unterkunftsplätze in landeseigenen Immobilien deutlich zu erhöhen. Da dies aber nicht kurzfristig in ausreichendem Umfang realisiert werden kann, wurde parallel mit dem Liegenschaftsfond über landeseigene Grundstücke verhandelt. Der Liegenschaftsfonds hat dem LAGeSo Grundstücke übergeben, auf denen die Wohncontainerdörfer nun entstehen. Damit können neue Unterkünfte in verhältnismäßig kurzer Zeit geschaffen werden.

Das Land baut die Wohncontainerdörfer selbst, Bauherr ist das LAGeSo. Gegenüber Umbauten von bestehenden Immobilen haben Wohncontainerdörfer mehrere Vorteile:

  • schnellere Fertigstellung.

  • Sie gehören dem Land Berlin.

  • Sie entsprechen von Beginn an den Standards von Gemeinschaftsunterkünften.

An sechs Standorten sind Wohnanlagen mit insgesamt 2.400 Plätzen geplant. Davon sind 200 Plätze für die Wohnungslosenhilfe vorgesehen.

 

10. Auf welcher Grundlage wurde der Standort Allende II für die Unterbringung ausgewählt?

11. Ist die Standortauswahl rechtlich anfechtbar?

Antwort: Als erstes Wohncontainerdorf wird die Gemeinschaftsunterkunft in der Alfred-Randt-Str. im Bezirk Treptow-Köpenick für 400 Personen noch im Dezember eröffnet.

Nach Abklärung und Erfüllung aller fachlichen und planungsrechtlichen Fragen und Voraussetzungen, wurde von SenStadtUm die Zustimmungerteilt. Die Bauvorbereitungen vor Ort erfolgen seit dem 14.11.2014. Die Lieferung der ersten Wohncontainer findet voraussichtlich am 20.11.2014 statt. Für die modularen Flüchtlingsunterkünfte werden jeweils Zustimmungsverfahren gem. § 76 BauOBln durchgeführt. Die Zustimmung erteilt die oberste Bauaufsichtsbehörde bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

 

12. Welcher Standort zur Flüchtlingsunterbringung war ursprünglich geplant? (Detaillierte Aufstellung des Vorgehens bei der Standortsuche erbeten.)

Antwort:Bei der Containervergabe handelt es sich um ein Verhandlungsverfahren ohne öffentliche Vergabebekanntmachung gemäß § 3 EG Abs. 5 Nr. 4 VOB/A (Verdingungsordnung für Bauleistungen, Teil A). Das Verfahren entspricht den Regelungen für die EU-Vergabe unter großer Dringlichkeit. Die Dringlichkeit ergibt sich aus den steigenden Flüchtlingszahlen und der Gefahrenabwehr für Leib und Leben der Flüchtlinge im Hinblick auf die kalte Jahreszeit. Vom Liegenschaftsfonds wurden 20 Grundstücke angeboten und geprüft, ob sie für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind.

Hierzu mussten Kriterien, wie bauliche Fragen und Mindestgröße oder Erschließung berücksichtigt werden. Ein weiteres Kriterium war und ist die Nähe zu Schulen, Kitas und der Anschluss an den ÖPNV (Straßenbahn oder Bus), sowie die medizinische Grundversorgung.

 

Mit freundlichen Grüßen.

Tom Schreiber, MdA

Informationen zur neuen Sammelunterkunft in der Alfred-Randt-Straße

Am 20. Oktober gab die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales den kurzfristigen Bau von zunächst sechs sog. Containerdörfern in Berlin bekannt. Eine dieser für die Unterbringung von Asylsuchenden, Flüchtlingen sowie Wohnungslosen vorgesehenen Einrichtungen wird ab Mitte Dezember auf dem Grundstück Alfred-Randt-Straße 19 im Ortsteil Allende II in Betrieb genommen.

 

Im Wohngebietszentrum Allende I (WGZ) ist zweimal wöchentlich eine Stadtteil-Sprechstunde eingerichtet. Diese können Anwohnerinnen und Anwohner für ihre Fragen nutzen.

 

Sprechzeiten: dienstags 10 – 11.30 Uhr sowie donnerstags 16 – 17.30 Uhr

Besuchsadresse: Wohngebietszentrum Allende I (WGZ), Pablo-Neruda-Str. 12 – 13, 12559 Berlin

Email: wgz@offensiv91.de | Tel.: 030 60 03 30 10 | Web: www.offensiv91.de

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier [PDF].

 

Weitere Informationen unter:

Anwohnerinitiative “Allende 2 – wirklich” | https://koepenickhilft.wordpress.com/

Arbeitsgruppe Flucht + Menschenrechte, Treptow-Köpenick | https://arbeitsgruppefluchtundmenschenrechte.wordpress.com/

Netzwerk “Refugees Welcome Treptow-Köpenick | http://willkommenintk.de/

AdlershofAktuell informiert über neue Flüchtlingsunterkunft


AhAk_titleAntirassistische Massenzeitung für Adlershof erschienen – Tausende Haushalte im Ortsteil beliefert

In der vergangenen Woche ist “AdlershofAktuell – Zeitschrift für Veränderung” in einer Auflage von 19.000 Stück als Beilage im Berliner Abendblatt erschienen und erreichte somit tausende Haushalte und Menschen in Adlershof. AdlershofAktuell möchte über die Geflüchteten, ihre Lebensbedingungen und die rassistische Hetze informieren sowie Möglichkeiten aufzeigen sich für eine Willkommenskultur und gegen Rassismus zu engagieren. Praktische Tipps und Hilfestellungen sollen es erleichtern, selbst oder mit anderen aktiv zu werden. Denn viele Adlershofer*innen treten für ein solidarisches Miteinander ein und heißen die vor Krieg, Hunger und Vertreibung Geflüchteten Willkommen. Zeigen wir zusammen, dass Rassismus in Adlershof keinen Platz hat!

Zukünftig wird die Zeitung auch bei unterschiedlichsten Veranstaltungen und Einrichtungen im Bezirk ausliegen. Bei Interesse kann auch einfach eine Mail an uns geschrieben werden.

Online kann sie hier heruntergeladen werden.

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4. Juni 2014: Solidarität mit Geflüchteten! Rassismus bekämpfen!

refugees welcomeWillkommenskundgebung am Mittwoch, 4. Juni

17:00 Uhr, Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof): Kundgebung in Solidarität mit Geflüchteten und gegen rassistische Mobilmachung

Anfang dieses Jahres wurde öffentlich, dass eine neue Sammelunterkunft für Geflüchtete in Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick eröffnen wird. Seit dem schließen sich Anwohner_innen und Initiativen zusammen, um eine solidarische und offene Willkommenskultur vorzubereiten. Am 2. Juni ist es nun so weit. Die ersten Geflüchteten ziehen in das ehemalige Hotel ein. Wir wollen mit Euch zusammen den Geflüchteten während unserer Mahnwache zeigen, dass es nicht nur Leute gibt, die ihnen feindlich gegenüberstehen. Wir werden die ankommenden Menschen willkommen heißen und unsere Solidarität ausdrücken und bei Kaffee, Tee und Kuchen erste Gespräche anregen. Im Anschluss werden wir auf einer kraftvollen Kundgebung ein öffentliches Zeichen der Solidarität mit den Geflüchteten setzen und gegen die menschenverachtende Hetze von Rassist_innen jeglicher Ausrichtung protestieren.

Leider wurden nach dem Bekanntwerden der Eröffnung der Adlershofer Sammelunterkunft rassistische Facebook-Gruppen, wie sie auch schon in Hellersdorf aktiv sind, gegründet. Hier wird täglich gegen Geflüchtete im Bezirk gehetzt und Gewalt- und Mordfantasien werden offen ausgetauscht. Dass deren Umsetzung sehr nahe liegt, zeigte sich am 29. April bei einem Brandanschlag auf eine andere Unterkunft im Bezirk. Aber auch die NPD macht mobil, so wurden die bezirklichen Anwohner_innen-Infoveranstaltungen mit Kundgebungen belegt und rassistische Flyer verteilt.

Aber Neonazis und andere Rassist_innen sind nicht das einzige Problem. Geflüchtete Menschen sind in Deutschland auch mit institutionellen Rassismus konfrontiert. Sie werden unter anderem in Sammelunterkünften untergebracht und sind fortwährend von Abschiebung bedroht. Zudem kommt es immer wieder zu rassistischen Polizeikontrollen, die nicht selten für den Betroffenen im Abschiebegefängnis in Köpenick enden. Aber auch die Menschen, die in Sammelunterkünften leben, sind vor Abschiebungen nicht sicher, die Ungewissheit über ihre Zukunft belastet sie jeden Tag.

Diese rassistischen Praktiken einfach nur abzulehnen, reicht uns aber nicht aus. Es ist für uns wichtig, mit Euch gemeinsam unsere Solidarität mit den Betroffenen auszudrücken.
Lasst die Hetze von Neonazis und anderen Rassist_innen nicht unbeantwortet!
Beteiligt euch am 2. Juni an unserer Mahnwache und Kundgebung in Adlershof!
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Geflüchtete in Treptow-Köpenick und überall.
Für ein offenes und solidarisches Miteinander!

4. Juni

Willkommenskundgebung

17:00 Uhr, Platz der Befreiung (am S-Bahnhof Berlin-Adlershof): Kundgebung in Solidarität mit Geflüchteten und gegen rassistische Mobilmachung

 

Mehr Infos: www.uffmucken-schoeneweide.de

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Info-Broschüre für Bewohner*innen der Notunterkunft Grünau / брошюра пристанище в Берлине-Грюнау

In dieser Broschüre haben wir Informationen für Sie zusammengestellt. Sie finden Hinweise zu Beratungsstellen, Spielplätzen, Ärzten, Religionsgemeinschaften, Bibliotheken, aber auch zum Asylverfahren und zu den Rechten von Heimleitungen.

Deutsch [PDF]

В этой брошюре мы собрали для вас полезную информацию. Здесь Вы найдёте сведения о консультационных центрах, детских площадках, врачах, религиозных общинах, библиотеках, а также о процедуре получения статуса беженца и о том, какими правами располагают руководства общежитий для беженцев. Обращайтесь к нам, если Вы ищете другие контакты. Мы постараемся Вам помочь.

Росси́йский [PDF]

[Erstellt: 31.03.2014]

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Pressemittelung: Solidarität mit geflüchteten Menschen statt rassistischer Hetze in Berlin-Adlershof

Am heutigen 28. März fand eine Solidaritätsaktion für geflüchtete Menschen in Berlin-Adlershof statt. Engagierte Bürger*innen aus Adlershof, das Netzwerk Refugees Welcome Treptow-Köpenick und Mitarbeiter*innen des Internationalen Bund verteilten Flyer des Netzwerks Refugees Welcome in Treptow-Köpenick und informierten Anwohner*innen über die rassistische Hetze gegen eine geplante Sammelunterkunft in der Adlershofer Radickestraße. Außerdem riefen sie dazu auf, sich solidarisch mit geflüchteten und asylsuchenden Menschen zu zeigen. Sie reagierten damit auf die zunehmende rassistische Mobilisierung durch Gegner einer künftigen Unterkunft im Ortsteil.

In Adlershof wird Anfang Juni eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende eröffnet.[1] Dort sollen ca. 210 geflüchtete Menschen untergebracht werden. Zuständig für die Einrichtung ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), Träger der Einrichtung der Internationale Bund (IB).

An ein Nachbarhaus der zukünftigen Unterkunft wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Parole „Willkommen Asylbetrüger!“ gesprüht. Die Parole wurde bereits durch den Eigentümer der Immobilie beseitigt.

In der gleichen Nacht wurde an einer bestehenden Unterkunft im benachbarten Ortsteil Grünau die Eingangstür mit einem Ast eingeschlagen.[2]

Seit einigen Monaten versuchen Rechtsextreme im Bezirk Treptow-Köpenick via Facebook, NPD-Kundgebungen, Verteilung von Flugblättern, Aushängen, Online-Petition usw. Ängste in der Bevölkerung zu schüren und bestehende rassistische Vorurteile zu verstärken. Mit der Veröffentlichung der Information, dass in Adlershof eine neue Unterkunft entstehen soll, erreicht die rassistische Hetze nun einen neuen Höhepunkt. Besonders der NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke verspricht sich davon im Europawahlkampf einen Stimmenzuwachs.

Hans Erxleben, Vorsitzender des Bürgervereins Adlershof e.V. zu den Ereignissen: „Die Hetze gegen Flüchtlinge in Adlershof ist alarmierend und bedrückt mich sehr. Die Bürgerinnen und Bürger müssen nun Courage zeigen. Ich hoffe darauf, dass die Neuankömmlinge in unserem Ortsteil willkommen geheißen werden und man ihnen mit Solidarität und Respekt begegnet.“

Weitere Informationen:

Netzwerk Refugees Welcome in Treptow-Köpenick

E-Mail: info@willkommenintk.de | www.willkommenintk.de

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[1] Siehe Pressemitteilung des Bezirksamts vom 19.02.14, http://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/presse/archiv/20140219.0600.394544.html

[2] Siehe Pressemeldung der Berliner Polizei vom 27.03.14: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/395806/index.html

Die Pressemitteilung hier als PDF.

[Erstellt: 28.03.2014]

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Pressemitteilung: Internationaler Bund ruft zu Respekt gegenüber geflüchteten Menschen auf

„Die Zivilgesellschaft im Treptow-Köpenick ist stark“

Internationaler Bund ruft zu Respekt gegenüber geflüchteten Menschen auf

Ab dem 1. Juni plant der Internationale Bund (IB) den Betrieb einer Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen in Berlin-Adlershof. Im Vorfeld steigern Gegner dieses Vorhabens ihre rassistische Stimmungsmache. Dagegen setzten Mitarbeitende des Trägers zusammen mit dem Netzwek Refugees Welcome und Treptow-Köpenicker Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen.

Das bislang als Hotel betriebene Haus an der Radickestraße bietet 210 geflüchteten und Asyl suchenden Menschen vorübergehend eine neue Heimat. In der vergangenen Woche besprühten Unbekannte das Nachbarhaus mit einer Hassparole. Fast zeitgleich wurde an einer bestehenden Flüchtlingseinrichtung im benachbarten Ortsteil Grünau die Eingangstür mit einem Ast eingeschlagen. Die NPD und andere Rechtsradikale verstärken zudem mit Flugblättern, in Onlinenetzwerken und mit einer Petition ihre Hetzkampagne gegen die Unterbringung geflüchteter Menschen.

Geschäftsführung und Mitarbeitende des Internationalen Bund reagieren darauf zusammen mit dem Netzwerk Refugees Welcome und Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks Treptow-Köpenick. Am vergangenen Freitag verteilten sie Flyer in umliegende Häuser und riefen dazu auf, die neuen Mitbürger Willkommen zu heißen und ihnen mit Respekt zu begegnen.

Manfred Ritzau, Verbundgeschäftsführer des Internationalen Bund: „Die Erfahrungen mit unseren Einrichtungen in anderen Bezirken zeigt, dass ein friedliches und von gegenseitiger Wertschätzung getragenes Miteinander möglich ist. Das wollen wir auch zusammen mit den Anwohnern der Hauses an der Radickestraße organisieren.“ Ritzau wies darauf hin, dass im Bezirk eine vorbildliche Vorbereitung mit den politisch Verantwortlichen und vielen gesellschaftlichen Gruppen gebe. „Die Zivilgesellschaft im Bezirk ist stark und wird sich allen   rassistischen Kampagnen deutlich entgegenstellen.“

In der kommenden Woche wird in zwei Anwohnerversammlungen über die neue Unterkunft informiert.

Web: www.internationaler-bund.de

[Erstellt: 28.03.2014]

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Presseerklärung des Runden Tischs Adlershof zum geplanten Asylbewerberheims Radickestraße

Der im Februar dieses Jahres auf Anregung des Bezirksamtes gebildete Runde Tisch(RuTi) sieht sich als ein Willkommensbündnis aus vielen zivilgesellschaftlichen Akteuren, als Bindeglied zwischen Behörden und dem Träger des Flüchtlingsheims, dem gemeinnützigen Verein Internationaler Bund sowie den Bürgerinnen und Bürgern aus Adlershof. Vertreten sind am RuTi u.a. Bürgervereine, evangelische und katholische Gemeinden, BVV-Verordnete mehrerer Parteien, das Bezirksamt, die Polizei, die Direktoren der Schulen und Elternvertreter, Wohnungsgenossenschaften, das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), der SV Berlin-Chemie, die bezirkliche Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten „InteraXion“. Er ist Teil des Netzwerks „Refugees Welcome“ des Bezirks.

Der RuTi will Anlaufstelle für Anfragen aller Art aus der Bürgerschaft sein. Dabei sollen Ressentiments und Unsicherheiten von Anwohnerinnen und Anwohnern ausgeräumt werden. Er wird engen Kontakt zu den Verantwortlichen im Bezirksamt und der künftigen Heimleitung halten, um Probleme des Zusammenlebens schnellstmöglich im Interesse der Flüchtlinge und der Anwohnerinnen und Anwohner zu klären.

So wird immer wieder nach einer möglichen Erhöhung der Kriminalität rings um die Unterkunft gefragt. Es gibt nach Auskunft der Verantwortlichen keine Statistik beim LaGeSo und der Polizei, die einen Anstieg der Kriminalität um Gemeinschaftsunterkünfte nachweist. Behauptungen in diese Richtung sind eindeutig rassistisch motiviert und sollen Vorurteile schüren.

Bevor am 1.Juni das Asylbewerberheim mit maximal 210 Plätzen geöffnet wird, werden noch Freiwillige gesucht, die den Flüchtlingen bei Behördengängen helfen oder sich eine Patenschaft vorstellen können. Interessierte können sich an den SprecherInnenrat wenden.

Der SprecherInnenrat des Runden Tischs

Zu erreichen unter integration@ba-tk.berlin.de oder interaxion@offensiv91.de

 

Unterzeichnen Sie auch die Online-Petition “‘Refugee´s Welcome’ in Berlin Adlershof und überall! Solidarität statt Kriminalisierung!”: https://www.openpetition.de/petition/online/refugees-welcome-in-berlin-adlershof-und-ueberall-solidaritaet-statt-kriminalisierung

[Erstellt: 25.03.2014]

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