Pressemittelung: Solidarität mit geflüchteten Menschen statt rassistischer Hetze in Berlin-Adlershof

Am heutigen 28. März fand eine Solidaritätsaktion für geflüchtete Menschen in Berlin-Adlershof statt. Engagierte Bürger*innen aus Adlershof, das Netzwerk Refugees Welcome Treptow-Köpenick und Mitarbeiter*innen des Internationalen Bund verteilten Flyer des Netzwerks Refugees Welcome in Treptow-Köpenick und informierten Anwohner*innen über die rassistische Hetze gegen eine geplante Sammelunterkunft in der Adlershofer Radickestraße. Außerdem riefen sie dazu auf, sich solidarisch mit geflüchteten und asylsuchenden Menschen zu zeigen. Sie reagierten damit auf die zunehmende rassistische Mobilisierung durch Gegner einer künftigen Unterkunft im Ortsteil.

In Adlershof wird Anfang Juni eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und Asylsuchende eröffnet.[1] Dort sollen ca. 210 geflüchtete Menschen untergebracht werden. Zuständig für die Einrichtung ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), Träger der Einrichtung der Internationale Bund (IB).

An ein Nachbarhaus der zukünftigen Unterkunft wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Parole „Willkommen Asylbetrüger!“ gesprüht. Die Parole wurde bereits durch den Eigentümer der Immobilie beseitigt.

In der gleichen Nacht wurde an einer bestehenden Unterkunft im benachbarten Ortsteil Grünau die Eingangstür mit einem Ast eingeschlagen.[2]

Seit einigen Monaten versuchen Rechtsextreme im Bezirk Treptow-Köpenick via Facebook, NPD-Kundgebungen, Verteilung von Flugblättern, Aushängen, Online-Petition usw. Ängste in der Bevölkerung zu schüren und bestehende rassistische Vorurteile zu verstärken. Mit der Veröffentlichung der Information, dass in Adlershof eine neue Unterkunft entstehen soll, erreicht die rassistische Hetze nun einen neuen Höhepunkt. Besonders der NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke verspricht sich davon im Europawahlkampf einen Stimmenzuwachs.

Hans Erxleben, Vorsitzender des Bürgervereins Adlershof e.V. zu den Ereignissen: „Die Hetze gegen Flüchtlinge in Adlershof ist alarmierend und bedrückt mich sehr. Die Bürgerinnen und Bürger müssen nun Courage zeigen. Ich hoffe darauf, dass die Neuankömmlinge in unserem Ortsteil willkommen geheißen werden und man ihnen mit Solidarität und Respekt begegnet.“

Weitere Informationen:

Netzwerk Refugees Welcome in Treptow-Köpenick

E-Mail: info@willkommenintk.de | www.willkommenintk.de

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[1] Siehe Pressemitteilung des Bezirksamts vom 19.02.14, http://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/presse/archiv/20140219.0600.394544.html

[2] Siehe Pressemeldung der Berliner Polizei vom 27.03.14: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/395806/index.html

Die Pressemitteilung hier als PDF.

[Erstellt: 28.03.2014]

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