Pressemitteilung: Internationaler Bund ruft zu Respekt gegenüber geflüchteten Menschen auf

„Die Zivilgesellschaft im Treptow-Köpenick ist stark“

Internationaler Bund ruft zu Respekt gegenüber geflüchteten Menschen auf

Ab dem 1. Juni plant der Internationale Bund (IB) den Betrieb einer Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen in Berlin-Adlershof. Im Vorfeld steigern Gegner dieses Vorhabens ihre rassistische Stimmungsmache. Dagegen setzten Mitarbeitende des Trägers zusammen mit dem Netzwek Refugees Welcome und Treptow-Köpenicker Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen.

Das bislang als Hotel betriebene Haus an der Radickestraße bietet 210 geflüchteten und Asyl suchenden Menschen vorübergehend eine neue Heimat. In der vergangenen Woche besprühten Unbekannte das Nachbarhaus mit einer Hassparole. Fast zeitgleich wurde an einer bestehenden Flüchtlingseinrichtung im benachbarten Ortsteil Grünau die Eingangstür mit einem Ast eingeschlagen. Die NPD und andere Rechtsradikale verstärken zudem mit Flugblättern, in Onlinenetzwerken und mit einer Petition ihre Hetzkampagne gegen die Unterbringung geflüchteter Menschen.

Geschäftsführung und Mitarbeitende des Internationalen Bund reagieren darauf zusammen mit dem Netzwerk Refugees Welcome und Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks Treptow-Köpenick. Am vergangenen Freitag verteilten sie Flyer in umliegende Häuser und riefen dazu auf, die neuen Mitbürger Willkommen zu heißen und ihnen mit Respekt zu begegnen.

Manfred Ritzau, Verbundgeschäftsführer des Internationalen Bund: „Die Erfahrungen mit unseren Einrichtungen in anderen Bezirken zeigt, dass ein friedliches und von gegenseitiger Wertschätzung getragenes Miteinander möglich ist. Das wollen wir auch zusammen mit den Anwohnern der Hauses an der Radickestraße organisieren.“ Ritzau wies darauf hin, dass im Bezirk eine vorbildliche Vorbereitung mit den politisch Verantwortlichen und vielen gesellschaftlichen Gruppen gebe. „Die Zivilgesellschaft im Bezirk ist stark und wird sich allen   rassistischen Kampagnen deutlich entgegenstellen.“

In der kommenden Woche wird in zwei Anwohnerversammlungen über die neue Unterkunft informiert.

Web: www.internationaler-bund.de

[Erstellt: 28.03.2014]

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